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Start/Länder/Russland

GUS und Osteuropa

Überführung nach Russland und Rückführung nach Deutschland

Seit Direktflüge zwischen der EU und Russland eingestellt sind, braucht jede Überführung nach Russland eine sorgfältig geplante Route über Drittstaaten. Wir organisieren Sarg- und Urnenüberführungen mit unseren Partner-Bestattern in Russland und beraten Sie auf Russisch und Deutsch.

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Rudolf Nordheimer und Team – auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch oder Englisch.

Straße oder Luftfracht

Russland auf einen Blick

Transportweg
Landweg über wenige noch offene Grenzübergänge (z. B. über Polen und Belarus oder das Baltikum) oder Luftfracht über internationale Drehkreuze in Drittstaaten
Direktflüge
Zwischen Russland und der EU eingestellt; russischer Luftraum für Flugzeuge aus fast allen europäischen Staaten gesperrt (Auswärtiges Amt, Stand: Oktober 2026)
Urkunden
Apostille – Russland und Deutschland sind Vertragsstaaten des Haager Apostille-Übereinkommens
Abkommen
Weder Berliner Abkommen 1937 noch Europarats-Übereinkommen 1973 gelten im Verhältnis Deutschland–Russland
Vertretung in Deutschland
Botschaft der Russischen Föderation in Berlin, Honorarkonsulat Nürnberg (laut Auswärtigem Amt, Stand: Oktober 2026)
Partner vor Ort
Ja – Partner-Bestatter in Russland
Von Deutschland nach Russland

Überführung aus Deutschland nach Russland

Flüge, Züge und Fähren zwischen Deutschland und Russland sind ausgesetzt, und der russische Luftraum ist für Flugzeuge aus fast allen europäischen Staaten gesperrt. Ein Sarg kann deshalb entweder als Luftfracht über ein internationales Drehkreuz außerhalb der EU befördert werden oder auf dem Landweg im Bestattungsfahrzeug. Laut Auswärtigem Amt (Stand: Oktober 2026) sind nur noch wenige Grenzübergänge nach Russland passierbar, etwa über Polen und Litauen (Kaliningrad), Lettland und Estland; Finnland hat alle Übergänge geschlossen. Welche Route im Einzelfall möglich ist, prüfen wir tagesaktuell, denn Sperrungen kommen kurzfristig.

Für die Einfuhr in die Russische Föderation gelten die Zollregeln der Eurasischen Wirtschaftsunion (Art. 260 Zollkodex der EAWU). Vorzulegen sind die Sterbeurkunde des Ausstellerstaates oder eine ärztliche Todesbescheinigung (медицинское свидетельство о смерти) sowie eine formlose Bescheinigung des Bestatters, dass der Zinksarg verlötet wurde und keine fremden Gegenstände enthält – mit einer Liste persönlicher Gegenstände, falls diese mitreisen. Als Zollanmeldung genügt eine formlose Erklärung der begleitenden Person.

Die deutschen Urkunden versehen wir mit Apostille. Konsularische Angelegenheiten bearbeitet laut Vertretungsliste des Auswärtigen Amts derzeit die russische Botschaft in Berlin (Stand: Oktober 2026); mit Wartezeiten ist zu rechnen. Wir planen Termine und Übersetzungen deshalb früh ein.

DokumenteDeutschland → Russland
  • Deutsche Sterbeurkunde mit ApostilleVom Standesamt am Sterbeort; Apostille durch die zuständige Landesbehörde
  • LeichenpassVon der zuständigen deutschen Behörde am Sterbeort für die Beförderung ins Ausland
  • Bescheinigung über die Verlötung des ZinksargsBestätigt, dass der Sarg keine fremden Gegenstände enthält – Pflicht für den Zoll der EAWU
  • Bescheinigung über das Fehlen ansteckender KrankheitenÄrztliche Bestätigung; Anforderungen klären wir mit dem Empfänger in Russland
  • Reisepass der verstorbenen PersonOriginal oder beglaubigte Kopie
Alle Dokumente erklärt
Rückführung aus Russland

Tod in Russland – Rückführung nach Deutschland

Stirbt ein Angehöriger in Russland, stellt das Standesamt (ЗАГС, Abteilung für Personenstandsakte) die Sterbeurkunde (свидетельство о смерти) aus. Für die Überführung nach Deutschland braucht sie eine russische Apostille. In Russland übernimmt grundsätzlich ein Bestattungsunternehmen die Formalitäten; Urnen werden laut Deutscher Botschaft Moskau in der Regel nicht an Privatpersonen ausgehändigt.

Die deutschen Auslandsvertretungen in Russland stellen den Leichenpass (für den Sarg) bzw. die Urnenbescheinigung aus. Dafür verlangen sie u. a. die apostillierte Sterbeurkunde, eine Bestattungs- oder Überführungsgenehmigung, eine Bescheinigung, dass keine ansteckende Krankheit vorlag, den Pass des Verstorbenen sowie vom Bestatter Nachweise über Einbalsamierung, Verlötung des Zinksargs und die Grabstelle in Deutschland. Bei der Ausfuhr verlangt der russische Zoll zusätzlich das Verlötungsprotokoll mit Inventarliste.

Wir koordinieren die Rückführung mit unserem Partner-Bestatter in Russland, wählen den Weg über einen Drittstaat und übernehmen die Überführung ab der Grenze bzw. dem Ankunftsflughafen bis zum Friedhof in Deutschland.

DokumenteRussland → Deutschland
  • Свидетельство о смерти mit ApostilleRussische Sterbeurkunde des ЗАГС
  • Leichenpass oder UrnenbescheinigungVon der deutschen Botschaft Moskau bzw. der zuständigen Auslandsvertretung
  • Verlötungsbescheinigung und EinbalsamierungsnachweisVom russischen Bestattungsunternehmen
  • Bestätigung der GrabstelleVom Friedhof oder Bestatter in Deutschland
Rückführung nach Deutschland
Gut zu wissen

Gut zu wissen: Bestattungskultur und Besonderheiten in Russland

Viele Familien wünschen eine orthodoxe Beisetzung. Nach orthodoxer Tradition werden der 3., der 9. und besonders der 40. Tag nach dem Tod mit einer Panichida (Totengedenken) begangen; der dritte Tag fällt oft mit der Beerdigung zusammen. Am zweiten Dienstag nach Ostern ist Radoniza, der Tag des Gräberbesuchs. Wenn die Beerdigung in Russland zu einem dieser Termine stattfinden soll, planen wir die Route entsprechend.

In Deutschland lebten Ende 2025 laut Statistischem Bundesamt rund 284.000 russische Staatsangehörige, dazu kommen viele Spätaussiedler und Doppelstaatler. Für viele von ihnen ist die Beisetzung im Heimatort ein großer Wunsch. Weil sich Grenzregeln und Konsularbetrieb kurzfristig ändern können, bestätigen wir jede Route schriftlich, bevor Sie den Auftrag erteilen.

Wenn Angehörige aus Deutschland zur Beerdigung nach Russland reisen möchten: Deutsche Staatsangehörige brauchen ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis. Ein E-Visum erlaubt Aufenthalte bis zu 30 Tagen, wird aber nicht an der Grenze ausgestellt. Der Personalausweis wird nicht anerkannt, nötig ist ein Reisepass. Für den Visumantrag ist eine Krankenversicherung vorgeschrieben. Planen Sie dafür ausreichend Zeit ein – den Termin der Beisetzung stimmen wir gern darauf ab.

Urne

Urnenüberführung nach Russland

Eine Urne ist auf dem Weg nach Russland oft die einfachere Lösung, weil sie als Luftfracht über einen Drittstaat reisen kann. Nach dem Zollkodex der EAWU gelten für Urnen mit Asche dieselben Grundunterlagen wie für Särge: Sterbeurkunde oder ärztliche Todesbescheinigung und eine Bestätigung, dass keine fremden Gegenstände enthalten sind. In umgekehrter Richtung gibt die deutsche Vertretung eine Urnenbescheinigung aus, wenn eine apostillierte Sterbeurkunde, die Kremationsbestätigung und die Bestätigung des Bestatters über den Inhalt der versiegelten Urne vorliegen. Ob eine Urne im Handgepäck mitgenommen werden darf, entscheidet die jeweilige Airline – das klären wir vorab.

Mehr zur Urnenüberführung
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Worum geht es?
Fragen

Häufige Fragen zu Russland

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an – wir antworten sofort.

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Gibt es noch Flüge von Deutschland nach Russland für einen Sarg?

Direktflüge zwischen der EU und Russland sind eingestellt. Ein Sarg kann aber als Luftfracht über ein internationales Drehkreuz außerhalb der EU befördert werden oder auf dem Landweg. Wir prüfen, welche Verbindung aktuell zuverlässig ist.

Welche russische Vertretung ist in Deutschland für Konsularangelegenheiten zuständig?

Laut Vertretungsliste des Auswärtigen Amts (Stand: Oktober 2026) ist das die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin; daneben gibt es ein Honorarkonsulat in Nürnberg. Wir stimmen die nötigen Schritte mit der Botschaft ab.

Brauchen russische Behörden eine Apostille auf der deutschen Sterbeurkunde?

Ja, zwischen Deutschland und Russland gilt das Haager Apostille-Übereinkommen. Die Apostille erteilt die zuständige Behörde des Bundeslandes, in dem die Urkunde ausgestellt wurde. Für den umgekehrten Weg verlangt die deutsche Vertretung eine russische Sterbeurkunde mit Apostille.

Welche Papiere verlangt der russische Zoll bei der Einfuhr eines Sarges?

Nach Art. 260 des Zollkodex der Eurasischen Wirtschaftsunion: Sterbeurkunde oder ärztliche Todesbescheinigung und eine Bescheinigung des Bestatters über die Verlötung des Zinksargs ohne fremde Gegenstände. Als Zollanmeldung reicht eine formlose Erklärung der Begleitperson.

Kann ich die Urne eines in Russland Verstorbenen selbst abholen?

Nach Angaben der Deutschen Botschaft Moskau werden Urnen in Russland in der Regel nicht an Privatpersonen übergeben. Ein Bestattungsunternehmen muss die Urne übernehmen. Unser Partner-Bestatter vor Ort erledigt das für Sie.

Wir sind jetzt für Sie da

Tag und Nacht, auch am Wochenende. Ein Anruf genügt, um die Überführung in Gang zu bringen.

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