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Kaukasus und Nahost

Überführung nach Israel und Rückführung nach Deutschland

Eine Beisetzung in Israel, oft auf einem jüdischen Friedhof, verlangt schnelles und genaues Handeln: Die jüdische Tradition sieht eine rasche Beerdigung ohne Einbalsamierung vor. Wir organisieren die Überführung per Luftfracht zum Flughafen Ben Gurion und die Rückführung Verstorbener aus Israel nach Deutschland.

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Rudolf Nordheimer und Team – auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch oder Englisch.

Per Luftfracht

Israel auf einen Blick

Transportweg
Luftfracht
Zielflughafen
Tel Aviv Ben Gurion (TLV), knapp 20 km südöstlich von Tel Aviv
Flugverbindung
Je nach Lage Nonstop- oder Umsteigeverbindungen; wir prüfen vor jeder Buchung, welche Flüge tatsächlich stattfinden
Urkunden
Apostille in beide Richtungen – Israel ist seit 1978 Vertragsstaat des Haager Übereinkommens
Aktuelle Lage
Auswärtiges Amt (Stand: Oktober 2026): von Reisen nach Israel wird abgeraten, Luftraumsperrungen und Flugausfälle sind möglich
Vertretung in Deutschland
Botschaft des Staates Israel in Berlin; Generalkonsulat München (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
Von Deutschland nach Israel

Von Deutschland nach Israel: Überführung zur Beisetzung

Nach jüdischem Religionsgesetz soll ein Verstorbener respektvoll behandelt und rasch beerdigt werden, möglichst innerhalb von 24 Stunden. Die Chewra Kaddischa, die ehrenamtliche Beerdigungsgemeinschaft der jüdischen Gemeinde, wäscht den Toten und kleidet ihn in ein schlichtes weißes Gewand. Eine Aufbahrung oder Einbalsamierung kennt das Judentum nicht, am Schabbat und an Feiertagen finden keine Beerdigungen statt. Bei einer Überführung nach Israel lässt sich die 24-Stunden-Frist meist nicht halten. Umso wichtiger ist es, dass wir sofort die jüdische Gemeinde am Sterbeort einbinden und den Flug so planen, dass die Beisetzung nicht auf Schabbat oder einen Feiertag fällt.

Der Sarg reist als Luftfracht zum Flughafen Ben Gurion, je nach Lage nonstop oder mit Umstieg. Das Auswärtige Amt rät derzeit (Stand: Oktober 2026) von Reisen nach Israel ab und warnt, dass bei einem erneuten Aufflammen der Konflikte Luftraumsperrungen und Flugausfälle möglich sind. Wir prüfen deshalb vor jeder Buchung, welche Verbindungen tatsächlich bestehen, und informieren Sie offen über mögliche Verschiebungen.

Deutsche Urkunden, die in Israel verwendet werden, brauchen eine Apostille der zuständigen deutschen Behörde – für Bundesurkunden ist das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten zuständig. Da auf jüdischen Friedhöfen in Israel nur Menschen jüdischen Glaubens beigesetzt werden, kann die Beerdigungsgesellschaft vor Ort entsprechende Nachweise verlangen. Das klären wir vorab mit Ihnen und der Gemeinde.

DokumenteDeutschland → Israel
  • Sterbeurkunde mit Apostillevom deutschen Standesamt; Apostille durch die zuständige deutsche Behörde
  • Internationaler Leichenpassvon der Gemeinde am Sterbeort, beantragt durch uns
  • Todesbescheinigungärztliche Bescheinigung, Grundlage für Sterbeurkunde und Leichenpass
  • Reisepass des Verstorbenendeutscher und/oder israelischer Pass zur Identifikation
  • Unterlagen für die Beerdigungsgesellschaftggf. Nachweise, die die Beisetzung auf einem jüdischen Friedhof ermöglichen
Alle Dokumente erklärt
Rückführung aus Israel

Tod in Israel: Rückführung nach Deutschland

Die Sterbeurkunde stellt in Israel das Innenministerium (Misrad Hapnim) auf Hebräisch aus. Sie nennt die Todesursache, sofern sie bei Ausstellung bekannt ist. Wurde keine Obduktion durchgeführt, fehlt die Todesursache auf der Urkunde. Der örtliche Bestatter kann in Ausnahmefällen beantragen, dass sie nachgetragen wird. Für deutsche Behörden braucht die Urkunde eine Apostille der Konsularabteilung des israelischen Außenministeriums (Misrad Hachutz); eine Vorbeglaubigung ist bei Urkunden des Innenministeriums nicht nötig.

Obduktionen finden nur im Nationalen Zentrum für Rechtsmedizin in Tel Aviv statt. Verlangt die Polizei eine Obduktion, werden zunächst die Angehörigen um Zustimmung gebeten; verweigern sie diese, braucht die Polizei einen Gerichtsbeschluss. Nach der Untersuchung wird der Leichnam meist innerhalb weniger Tage freigegeben. Die Formalitäten für die Ausfuhr übernimmt in der Regel ein örtlicher Bestatter, mit dem wir die Überführung abstimmen.

Die Deutsche Botschaft Tel Aviv kann israelische Urkunden aus Datenschutzgründen nicht für Sie beschaffen; das ist Aufgabe der Angehörigen oder ihrer Beauftragten. War der Verstorbene Deutscher, kann der Sterbefall auf Antrag im deutschen Sterberegister nachbeurkundet werden – ohne Frist, auch über die Botschaft. Bei deutsch-israelischen Doppelstaatlern ist konsularische Hilfe nur eingeschränkt möglich.

DokumenteIsrael → Deutschland
  • Israelische Sterbeurkunde mit Apostilleausgestellt vom Innenministerium, Apostille durch das Außenministerium
  • Übersetzung aus dem Hebräischenfür deutsche Behörden in der Regel erforderlich
  • Freigabe nach Obduktionnur falls eine Obduktion stattgefunden hat
  • Reisepass des Verstorbenenwird für die Überführung vorgelegt
Rückführung nach Deutschland
Gut zu wissen

Gut zu wissen: Jüdische Bestattung und andere Möglichkeiten in Israel

Das Judentum kennt drei Trauerzeiten: die sieben Tage der Schiwa, die dreißig Tage des Schloschim und das Trauerjahr, das mit der Jahrzeit endet. Jüdische Gräber werden nicht eingeebnet, statt Blumen legt man kleine Steine auf das Grab. Traditionell lehnt das Judentum die Feuerbestattung ab.

Auf jüdischen Friedhöfen in Israel dürfen nur Menschen jüdischen Glaubens beigesetzt werden. Für andere Verstorbene gibt es Bereiche für zivile Bestattungen auf manchen Friedhöfen sowie eigene Begräbnisstätten, auch für ausländische Staatsangehörige. Eine Einäscherung ist in Israel erlaubt. Bei der Planung hilft auch der Kalender: Am Schabbat fahren viele öffentliche Verkehrsmittel nicht, und an Jom Kippur sollte man auf Fahrten verzichten.

Urne

Urnenüberführung nach Israel

Da Einäscherungen in Israel erlaubt sind, ist eine Urnenüberführung nach Deutschland möglich. Wer die Urne selbst mitnimmt, braucht laut britischer Regierung die Sterbeurkunde und die Einäscherungsbescheinigung, muss die israelischen Ausfuhrregeln beachten und die Fluggesellschaft vorab informieren. Per Post oder Kurier ist der Versand oft nicht möglich, Luftfracht schon. In umgekehrter Richtung gilt: Für eine Beisetzung nach jüdischem Ritus kommt eine Urne in der Regel nicht in Frage, weil die Tradition die Feuerbestattung ablehnt.

Mehr zur Urnenüberführung
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Häufige Fragen zu Israel

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Wie schnell kann ein Verstorbener für eine jüdische Beerdigung nach Israel überführt werden?

Die jüdische Tradition sieht eine Beerdigung möglichst innerhalb von 24 Stunden vor, bei einer Auslandsüberführung ist das meist nicht zu schaffen. Wir binden sofort die jüdische Gemeinde und die Chewra Kaddischa ein und buchen den nächstmöglichen Flug. Schabbat und Feiertage berücksichtigen wir bei der Planung.

Gibt es derzeit Flüge von Deutschland nach Tel Aviv?

Das hängt von der aktuellen Lage ab. Das Auswärtige Amt warnt, dass bei einer neuen Eskalation Luftraumsperrungen und Flugausfälle möglich sind (Stand: Oktober 2026). Wir prüfen vor jeder Buchung, welche Verbindungen tatsächlich bestehen und Fracht annehmen.

Kann ein nichtjüdischer Verstorbener in Israel beigesetzt werden?

Ja. Auf jüdischen Friedhöfen werden zwar nur Menschen jüdischen Glaubens beigesetzt, es gibt aber Bereiche für zivile Bestattungen sowie eigene Begräbnisstätten, auch für ausländische Staatsangehörige. Welche Möglichkeit in Frage kommt, klären wir vorab mit Ihnen.

Braucht eine israelische Sterbeurkunde in Deutschland eine Apostille?

Ja. Deutsche Behörden können eine Apostille verlangen; sie wird von der Konsularabteilung des israelischen Außenministeriums erteilt. Außerdem ist meist eine Übersetzung aus dem Hebräischen nötig.

Ist eine Einäscherung in Israel möglich?

Ja, Einäscherungen sind in Israel erlaubt. Für die Ausfuhr der Urne braucht man die Sterbeurkunde und die Einäscherungsbescheinigung. Nach jüdischer Tradition wird die Feuerbestattung jedoch abgelehnt.

Wir sind jetzt für Sie da

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