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AsienÜberführung auf die Philippinen und Rückführung nach Deutschland
Wer einen Angehörigen auf die Philippinen überführen möchte, braucht ein Consular Mortuary Certificate der philippinischen Vertretung – mit englischsprachigen Unterlagen. In umgekehrter Richtung sind das Bureau of Quarantine und das örtliche Standesamt die entscheidenden Stellen.
Rudolf Nordheimer und Team – auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch oder Englisch.
Philippinen auf einen Blick
- Transportweg
- Luftfracht; Sarg als Cargo in Abstimmung mit der Airline, Urne als Fracht oder im Gepäck einer Begleitperson
- Zielflughäfen
- Je nach Bestattungsort Manila oder ein regionaler Flughafen wie Cebu; Strecke und Umstieg legen wir mit der Airline fest
- Urkunden
- Keine Apostille im Verhältnis zu Deutschland (deutscher Einspruch); philippinische PSA-Urkunden prüft auf Anfrage einer deutschen Behörde die Deutsche Botschaft Manila
- Abkommen
- Die Philippinen sind kein Vertragsstaat des Berliner Abkommens über Leichenbeförderung von 1937
- Vertretung in Deutschland
- Botschaft Berlin, Generalkonsulat Frankfurt am Main, Honorarkonsulate Pullach (Bayern) und Stuttgart
Von Deutschland auf die Philippinen: das Consular Mortuary Certificate
Für jede Überführung auf die Philippinen stellt die philippinische Botschaft in Berlin oder das Generalkonsulat in Frankfurt am Main ein Consular Mortuary Certificate aus. Die Vertretung bearbeitet einen Antrag nur, wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen; deshalb werden die Scans vorab per E-Mail zur Prüfung geschickt.
Alle Dokumente müssen auf Englisch vorliegen oder amtlich ins Englische übersetzt sein. Bevorzugt werden die internationalen Fassungen deutscher Personenstandsurkunden. Neben Sterbeurkunde und Leichenschauschein verlangt die Vertretung eine Bescheinigung des Gesundheitsamts, dass keine ansteckende Krankheit vorlag. Bei einem Sarg kommen eine notariell beglaubigte Bescheinigung des Bestatters, die Einbalsamierungsbescheinigung und der Leichenpass hinzu.
Ist die verstorbene Person philippinische Staatsangehörige, kommt der Report of Death hinzu; wurde der Tod verspätet gemeldet, ist zusätzlich eine eidesstattliche Erklärung nötig. Flugdaten legen wir deshalb erst verbindlich fest, wenn das Zertifikat ausgestellt ist. Wir reichen die Unterlagen gesammelt ein, übernehmen die Übersetzungen und buchen den Frachtplatz danach.
- Sterbeurkunde (international) und vier Report-of-Death-FormulareOriginal plus fünf Kopien; Report of Death nur bei philippinischen Staatsangehörigen
- Leichenschauscheinmit Angabe der Todesursache
- Bescheinigung über das Fehlen ansteckender Krankheitenz. B. vom Gesundheitsamt
- Einbalsamierungsbescheinigung und notarielle Bestatterbescheinigungbeim Sargtransport
- Leichenpassvon der zuständigen deutschen Behörde
- Flugdaten und Luftfrachtbrieffür Sarg oder unbegleitete Urne
Tod auf den Philippinen: Rückführung nach Deutschland
Auf den Philippinen bestätigt ein kommunaler Gesundheitsbeamter den Tod. Der Sterbefall wird mit dem Formular „Certificate of Death“ (Form No. 103) innerhalb von 30 Tagen beim Local Civil Registrar des Sterbeortes registriert. Die Urkunden werden auf Englisch ausgestellt. Eine beglaubigte Fassung der Philippine Statistics Authority (PSA) dauert in Metro Manila etwa ein bis zwei Monate, in den Provinzen zwei bis drei Monate. Ist die Todesursache bei einem Ausländer unklar, ist eine Obduktion vorgeschrieben.
Das Ergebnis einer Obduktion liegt meist nach zwei bis drei Wochen vor; freigegeben wird der Leichnam, sobald die Untersuchung abgeschlossen ist. Wichtig für die Planung: Die PSA stellt die beglaubigte Sterbeurkunde in der Regel erst aus, wenn Krankenhaus- und Bestatterrechnungen bezahlt sind. Ein Polizeibericht ist für die Rückführung nicht zwingend, kann aber bei Versicherungsfragen helfen.
Für die Ausfuhr stellt das Bureau of Quarantine eine Quarantäne-Erlaubnis aus – in der Hauptstelle im Port Area von Manila oder in der nächstgelegenen Station. Hinzu kommen eine kommunale Transfergenehmigung (Municipal Transfer Permit), eine Einbalsamierungs- und eine Begasungsbescheinigung. Der Sarg muss hermetisch verschlossen in einer begasten Holzkiste reisen. Da Leichenhallen oft nicht gekühlt sind, wird meist sofort einbalsamiert.
Ansprechpartner auf deutscher Seite ist die Botschaft Manila, für die Provinz Cebu zusätzlich das Honorarkonsulat Cebu. Deutsche Behörden erkennen philippinische Apostillen nicht an. Benötigt ein Standesamt eine Echtheitsprüfung, beauftragt es die Botschaft; geprüft werden nur PSA-Urkunden, das Verfahren dauert in der Regel mehrere Monate.
- Certificate of Death (Form No. 103)beim Local Civil Registrar registriert; für deutsche Behörden die PSA-Fassung
- Quarantäne-Erlaubnis des Bureau of QuarantineVoraussetzung für den Versand ins Ausland
- Municipal Transfer Permitkommunale Genehmigung für den Transport
- Einbalsamierungs- und Begasungsbescheinigungfür Sarg und Holzkiste
- Kopie des Reisepassesder verstorbenen Person
Gut zu wissen: Abschied und Besonderheiten auf den Philippinen
Auf den Philippinen ist es Tradition, die verstorbene Person bis zur Beisetzung in einer Totenwache (Wake) aufzubahren. Familien in Deutschland planen deshalb oft so, dass Angehörige auf den Philippinen ausreichend Zeit für diesen Abschied haben. Öffentliche Grabplätze werden häufig nur für fünf Jahre vergeben; danach können die Gebeine umgebettet werden.
Krematorien gibt es vor allem in Metro Manila sowie in einigen Städten wie Cebu, Davao, Baguio und Bacolod. Eine Einäscherung vor Ort mit anschließender Urnenüberführung lässt sich nach britischen Regierungsangaben in einfachen Fällen in zwei bis drei Arbeitstagen vorbereiten. Auch Knochen nach einer Umbettung können überführt werden; dafür ist zusätzlich eine Exhumierungsbescheinigung nötig.
Urnenüberführung auf die Philippinen
Für eine Urne von Deutschland auf die Philippinen verlangt die philippinische Vertretung eine notariell beglaubigte Einäscherungsbescheinigung des Krematoriums: Sie bestätigt die ordnungsgemäße Kremation und dass die hermetisch verschlossene Urne nur die Asche der verstorbenen Person enthält. Reist die Urne mit einer Begleitperson, werden deren Reisepass und Flugdaten vorgelegt, sonst der Luftfrachtbrief. Für Asche von den Philippinen nach Deutschland braucht es die Einäscherungsbescheinigung und die Quarantäne-Erlaubnis; ob die Urne ins Handgepäck darf, legt die Airline fest.
Mehr zur UrnenüberführungFestpreis für die Überführung auf die Philippinen
Sagen Sie uns, wo der Verstorbene jetzt ist. Wir prüfen, was Philippinen verlangt, und schicken Ihnen einen schriftlichen Festpreis – kostenlos und unverbindlich.
- Kostenlos und unverbindlich
- Schriftlicher Festpreis, ohne Nachforderungen
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Häufige Fragen zu Philippinen
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an – wir antworten sofort.
Alle FragenWas ist ein Consular Mortuary Certificate?
Eine Bescheinigung der philippinischen Botschaft oder des Generalkonsulats Frankfurt, ohne die keine Überführung auf die Philippinen möglich ist. Sie setzt vollständige, englischsprachige Unterlagen voraus.
Muss die deutsche Sterbeurkunde für die Philippinen übersetzt werden?
Ja, sofern sie nicht schon zweisprachig ist. Die philippinische Botschaft verlangt Englisch oder eine amtliche englische Übersetzung und bevorzugt die internationale Fassung der Sterbeurkunde.
Wer stellt auf den Philippinen die Sterbeurkunde aus?
Der Tod wird beim Local Civil Registrar des Sterbeortes mit dem Certificate of Death registriert. Für deutsche Behörden zählt die beglaubigte Fassung der Philippine Statistics Authority (PSA), die je nach Region ein bis drei Monate dauern kann.
Wird eine philippinische Apostille in Deutschland anerkannt?
Nein. Deutschland hat gegen den Beitritt der Philippinen zum Apostille-Übereinkommen Einspruch eingelegt. Bei Bedarf prüft die Deutsche Botschaft Manila PSA-Urkunden auf Anfrage einer deutschen Behörde.
Welche Genehmigung braucht man für die Ausfuhr eines Sarges von den Philippinen?
Vor allem die Quarantäne-Erlaubnis des Bureau of Quarantine, die kommunale Transfergenehmigung sowie Einbalsamierungs- und Begasungsbescheinigung. Der Sarg reist hermetisch verschlossen in einer begasten Holzkiste.
Quellen: Philippine Embassy Berlin – Shipment of Remains/Urns to the Philippines · HCCH: Statustabelle Apostille-Übereinkommen (Philippinen: Einspruch markiert) · Auswärtiges Amt – Vertretungen der Philippinen in Deutschland · Auswärtiges Amt – Deutsche Vertretungen auf den Philippinen · GOV.UK – Philippines bereavement guide · City Government of Tangub – Timely Registration of Death (Form No. 103)
Angaben ohne Gewähr, Stand 10/2026. Vorgaben von Behörden und Fluggesellschaften ändern sich; wir prüfen sie für jeden Fall aktuell.
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