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EuropaÜberführung nach Italien und Rückführung nach Deutschland
Deutschland und Italien gehören seit 1938 beide zum Berliner Abkommen über Leichenbeförderung. Das gibt der Überführung zwischen beiden Ländern einen festen Rahmen – ob die Beisetzung im Heimatort in Italien stattfinden soll oder ein Angehöriger während des Urlaubs in Italien verstorben ist.
Rudolf Nordheimer und Team – auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch oder Englisch.
Italien auf einen Blick
- Transportweg
- Landweg im Überführungsfahrzeug über die Alpen; Urnen auch per Luftfracht oder als begleitetes Gepäck nach Absprache mit der Airline
- Urkunden
- Keine Apostille für Personenstandsurkunden innerhalb der EU (VO (EU) 2016/1191); mehrsprachiges Formular auf Antrag
- Abkommen
- Berliner Abkommen 1937 – Italien und Deutschland Vertragsstaaten seit 1. Juni 1938
- Zuständig in Italien
- Gemeinde (Comune) des Sterbeorts: Standesamt, Transportgenehmigung (passaporto mortuario)
- Vertretung in Deutschland
- Italienische Botschaft Berlin; Generalkonsulate in Köln, Frankfurt am Main, Hannover, München, Stuttgart; Konsulate in Dortmund und Freiburg
- Deutsche Vertretungen in Italien
- Botschaft Rom, Generalkonsulat Mailand, Honorarkonsulate
Überführung von Deutschland nach Italien
Viele italienische Familien in Deutschland wünschen sich, dass ein verstorbener Angehöriger im Herkunftsort beigesetzt wird – oft im Familiengrab auf dem Friedhof der Heimatgemeinde. Für die Überführung im Sarg stellt die zuständige deutsche Behörde einen Leichenpass aus. Weil Deutschland und Italien Vertragsstaaten des Berliner Abkommens von 1937 sind, wird dieser Leichenpass nach dem im Abkommen vereinbarten Muster ausgestellt und in Italien anerkannt.
Die deutsche Sterbeurkunde müssen Sie für italienische Stellen nicht mit einer Apostille versehen lassen: Nach der EU-Verordnung 2016/1191 sind Personenstandsurkunden zwischen EU-Staaten davon befreit. Auf Antrag stellt das Standesamt ein mehrsprachiges Formular als Übersetzungshilfe aus. Das erspart in vielen Fällen eine beglaubigte Übersetzung ins Italienische.
Wir holen den Verstorbenen deutschlandweit ab, stimmen den Termin mit der Friedhofsverwaltung der Zielgemeinde (Comune) und einem örtlichen Bestattungsunternehmen ab und überführen auf dem Landweg über die Alpen bis zum Bestimmungsort. Vor dem Auftrag erhalten Sie einen schriftlichen Festpreis.
- Sterbeurkundevom deutschen Standesamt, auf Wunsch mit mehrsprachigem EU-Formular
- Leichenpassnach dem Muster des Berliner Abkommens, ausgestellt von der zuständigen deutschen Behörde
- Ärztliche BescheinigungenTodesbescheinigung und Bestätigung zur Transportfähigkeit bzw. zu ansteckenden Krankheiten
- AusweisdokumentReisepass oder Personalausweis bzw. Carta d'identità der verstorbenen Person
- Bestätigung des FriedhofsGrab- oder Beisetzungszusage der Gemeinde in Italien
Tod im Urlaub in Italien – Rückführung nach Deutschland
Stirbt jemand in Italien, wird der Tod beim Standesamt der Gemeinde (Comune) angezeigt, in deren Gebiet er eingetreten ist – in der Regel innerhalb von 24 Stunden, nachdem ein Amtsarzt den Tod festgestellt hat. Das übernimmt meist das örtliche Bestattungsunternehmen. Die Sterbeurkunde (certificato di morte) wird nicht automatisch ausgehändigt, sondern bei der Gemeinde angefordert; auf Wunsch auch im internationalen, mehrsprachigen Format. Die Todesursache steht darin nicht, sie ergibt sich aus der ärztlichen Bescheinigung oder dem ISTAT-Formular der örtlichen Gesundheitsbehörde (ASL). Stirbt jemand außerhalb eines Krankenhauses, etwa im Hotel, bleibt der Leichnam bis zur amtsärztlichen Untersuchung unter Beobachtung. Bei ungeklärten oder gewaltsamen Todesfällen entscheidet eine Staatsanwaltschaft (Magistrato) über Obduktion und Freigabe.
Die Genehmigung für den Transport ins Ausland erteilt das Standesamt der Gemeinde. Dafür sind ein Auszug aus der Sterbeurkunde und eine Bescheinigung der ASL über die Einhaltung der Vorschriften des Bestattungsreglements (DPR 285/1990) nötig, bei gewaltsamem Tod zusätzlich die Freigabe der Justiz. Für Deutschland wird der Leichenpass nach dem Muster des Berliner Abkommens ausgestellt; eine gesonderte Einreisebescheinigung (nulla osta) eines Konsulats, wie Italien sie bei vielen anderen Zielländern verlangt, entfällt deshalb. Das italienische Recht schreibt für die Überführung ins Ausland eine konservierende Grundbehandlung vor. Die Formalitäten vor Ort können bis zu zwei Wochen dauern.
Prüfen Sie zuerst, ob eine Reise-, Auslandskranken- oder Sterbegeldversicherung besteht; manche Policen übernehmen die Rückführung und benennen eigene Dienstleister. Für deutsche Staatsangehörige sind die Deutsche Botschaft Rom und das Generalkonsulat Mailand im Notfall Ansprechpartner. Wir koordinieren auf Wunsch die Abholung in Italien und die Überführung bis zum Friedhof oder Krematorium in Deutschland.
- Certificato di morteitalienische Sterbeurkunde der Gemeinde, auf Wunsch mehrsprachig
- Passaporto mortuarioTransportgenehmigung der Gemeinde nach dem Muster des Berliner Abkommens
- Bescheinigung der ASLGesundheitsbehörde bestätigt Sarg und Behandlung nach DPR 285/1990
- Freigabe der Justiznur bei Unfall, Gewalt oder ungeklärter Todesursache
- Reisepass oder Personalausweisder verstorbenen Person
Gut zu wissen: Einäscherung, Hitze und italienische Familien in Deutschland
Eine Einäscherung in Italien genehmigt die Gemeinde im Auftrag des Bürgermeisters. Vorgelegt werden müssen eine ärztliche Bescheinigung, dass kein Verdacht auf eine Straftat besteht, ein Nachweis des Willens der verstorbenen Person (etwa ein Testament oder eine Erklärung der Angehörigen) und ein Nachweis der Angehörigeneigenschaft. Sind mehrere Angehörige gleichrangig, verlangt das italienische Recht die Zustimmung der Mehrheit; die Rangfolge lautet Ehepartner, Kinder, Eltern, volljährige Geschwister.
In den Sommermonaten kommt es in Italien häufig zu Hitzewellen mit bis zu 40 °C. Eine schnelle Entscheidung zwischen Rückführung und Bestattung vor Ort ist dann besonders wichtig. In Deutschland lebten Ende 2025 rund 629.000 italienische Staatsangehörige. Wir beraten auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch und Englisch und klären die Anforderungen der jeweiligen Gemeinde vorab.
Urnenüberführung nach Italien
Soll eine Urne aus Italien nach Deutschland gebracht werden, stellt die Gemeinde einen passaporto mortuario aus, der in der Regel Sterbeurkunde und Einäscherungsbescheinigung umfasst. Wer die Urne selbst im Flugzeug mitnimmt, sollte die Fluggesellschaft vorher informieren. In Deutschland nimmt die Urne ein Bestattungsunternehmen oder der Friedhof entgegen. Für eine Urne von Deutschland nach Italien klären wir vorab mit der Zielgemeinde, ob eine Beisetzung im Familiengrab möglich ist; eine Aufbewahrung zu Hause oder das Verstreuen der Asche erlaubt Italien nur mit Genehmigung der Gemeinde.
Mehr zur UrnenüberführungFestpreis für die Überführung nach Italien
Sagen Sie uns, wo der Verstorbene jetzt ist. Wir prüfen, was Italien verlangt, und schicken Ihnen einen schriftlichen Festpreis – kostenlos und unverbindlich.
- Kostenlos und unverbindlich
- Schriftlicher Festpreis, ohne Nachforderungen
- Ihre Daten bleiben bei uns
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- Anruf
Ihre Anfrage geht direkt an Rudolf Nordheimer. Sie erhalten einen schriftlichen Festpreis.
Häufige Fragen zu Italien
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an – wir antworten sofort.
Alle FragenWas ist ein passaporto mortuario?
So heißt in Italien die Genehmigung der Gemeinde für den Transport eines Verstorbenen oder einer Urne ins Ausland. Für Deutschland wird sie nach dem Muster des Berliner Abkommens von 1937 ausgestellt. Sie ist das wichtigste Begleitdokument bei der Überführung.
Wie lange dauert eine Rückführung aus Italien nach Deutschland?
Die Formalitäten in Italien können bis zu zwei Wochen dauern, bei einer Obduktion oder Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auch länger. Den Beisetzungstermin in Deutschland sollten Sie erst festlegen, wenn die Freigabe vorliegt. Wir halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.
Braucht eine italienische Sterbeurkunde in Deutschland eine Apostille?
Nein. Nach der EU-Verordnung 2016/1191 sind Personenstandsurkunden zwischen EU-Mitgliedstaaten von der Apostille befreit. Fordern Sie bei der Gemeinde am besten die mehrsprachige Ausfertigung an, dann ist meist keine Übersetzung nötig.
Wird bei einem Todesfall in Italien immer obduziert?
Nein. Eine Obduktion ordnen die Justizbehörden an, wenn die Todesursache unklar, plötzlich, unnatürlich oder gewaltsam ist. Auch bei natürlichem Tod kann das Krankenhaus eine Obduktion veranlassen. Die Angehörigen können in Ermittlungsfällen einen eigenen Sachverständigen benennen.
Kann ich die Urne aus Italien im Flugzeug mitnehmen?
Grundsätzlich ja, wenn Sie den passaporto mortuario mit Sterbe- und Einäscherungsbescheinigung dabeihaben und die Fluggesellschaft vorher informiert ist. Ob die Urne in die Kabine darf, regelt jede Airline selbst. Wir prüfen das vor Ihrer Reise.
Quellen: Auswärtiges Amt: Statusliste Internationales Abkommen über Leichenbeförderung (Berlin 1937) · Deutsche Vertretungen in Italien (Botschaft Rom, Generalkonsulat Mailand) · Ministero dell'Interno / Your Europe: Rules regarding death and repatriation of a body · Ambasciata d'Italia Berlino: La Rete Consolare · Deutsche Botschaft Athen: Merkblatt zur Apostille (VO (EU) 2016/1191) · Auswärtiges Amt: Italien – Reise- und Sicherheitshinweise (Hitze) · GOV.UK (FCDO): When someone dies in Italy (Stand 2. Oktober 2026) · Destatis: Ausländische Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit (Stichtag 31.12.2025)
Angaben ohne Gewähr, Stand 10/2026. Vorgaben von Behörden und Fluggesellschaften ändern sich; wir prüfen sie für jeden Fall aktuell.
Wir sind jetzt für Sie da
Tag und Nacht, auch am Wochenende. Ein Anruf genügt, um die Überführung in Gang zu bringen.